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Die Gruppe Rosphetal berichtet:

Großfahrt Schweden – 30.06.2017

Mit Beginn der Sommerferien starteten wir unsere Reise. Fünf von uns fuhren schon vorher in Richtung Norden. Am Hofgut Sunder nächtigten wir, da außer uns niemand in der Nähe war, in einem DRK-Zelt welches dort aufgebaut war. Am nächsten Morgen machten wir eine Runde um die nahen Meißendorfer Teiche und konnten viele Vogelarten u.a. Kormorane beobachten. Danach fuhren wir nach Kiel, wegen des G20-Gipfels in Hamburg dauerte dies staubedingt länger als erwartet. In Kiel angekommen wurden wir von einem Bekannten von Norbert durch die Stadt geführt. Anschließend fuhren wir Richtung Heiligen Hafen, wo wir auf einem Campingplatz, direkt an der Ostsee die Nacht verbrachten. Schon früh verließen wir das Zelt, um an den Hafen zum Hochseeangeln zu fahren. Mit dem Fischkutter MS-Tanja liefen wir aus. Bei schwerem Wellengang und Regen konnten wir einige Dorsche an Land ziehen. Somit war die Fischbeilage zum Essen gesichert. Außerdem lernten wir vom Decksmann das richtige filetieren der Fische.  

In Kiel angekommen trafen wir auf die restlichen Rosphetaler. Zusammen fuhren wir, acht Waldläufer, an Bord der Fähre Richtung Göteborg. In Schweden angekommen, startete die erste Etappe der Fahrt, die Kanutour. Bei der Anfahrt konnten wir die schöne schwedische Landschaft erstmals bestaunen. Mit drei Kanus, die wir vor Ort ausgeliehen hatten, paddelten wir durch das Seen-Labyrinth in Gustavfors im schwedischen Värmland. Gegen Nachmittag erreichten wir eine Insel, wo wir die Nacht in einem Shelter verbrachten. Von der Insel aus angelten wir einen Barsch. Das nächtliche Gewitter sorgte für besondere Stimmung im Shelter. Am darauf folgenden Tag, nach dem Frühstück setzten wir unsere Tour fort. Die Mittagspause hielten wir an einer, direkt am See gelegenen Kirche, welche zur schönsten in ganz Schweden gekürt wurde. Danach passierten wir eine Doppelschleuse, um in den Nachbarsee zu gelangen. Nachdem wir die Schleuse hinter uns gelassen hatten, paddelten wir noch einige Kilometer, bis wir unseren Nächtigungsort erreichten. Dieses Mal mussten wir uns die Insel mit zwei Schweizer Kajakfahrern teilen. Von der Insel aus, fuhren wir mit den Kanus zu einer Angeltour, die leider erfolglos blieb. Jedoch hatten wir Gelegenheit Biber zu beobachten. Den Abend ließen wir mit einer Singerunde ausklingen. Da am nächsten Morgen Regen in Sicht war, beeilten wir uns mit dem Frühstück, um möglichst schnell wieder in die Kanus zu steigen. Gegen Mittag hörte es auf zu regnen. Das nutzen wir, um uns am Ufer zu trocknen. In dieser ausgiebigen Mittagspause warfen wir noch einmal unsere Angeln aus und zogen einen Lachs und einen Barsch an Land. Als wir unsere Mittagspause beendeten, hatten wir noch ein paar Kilometer vor uns, bis wir unser Ziel den Shelter auf einer Insel erreichten. Am Abend bereiten wir die beiden gefangenen Fische zu und grillten sie über einem schönen Lagerfeuer. Wir verbrachten dort eine ruhige Nacht. Am nächsten Morgen, begrüßte uns das breite Lächeln der Sonne. Nachdem wir in Ruhe gefrühstückt hatten, beluden wir die Kanus und begaben uns wieder zu unserem Startpunkt. Am Kanu-Verleih angekommen begrüßte uns der Besitzer mit Eimern und Schwämmen.

Nachdem wir die Kanus und uns frisch gemacht hatten, gingen wir in Arjäng einkaufen und fuhren danach mit den Autos in das Naturreservat Glaskogens, wo wir uns in einem Info-Center über mögliche Wanderroten informiert hatten. Wir brachten die Autos zum Parkplatz und dann wurde aufgesattelt. Da es schon recht spät war, hatten wir uns für eine kurze Route entschieden. Als wir den Shelter erreichten und die Tarps aufgebaut hatten, begann der Kochdienst mit der Zubereitung des Abendessens. Als wir alle beisammen saßen und aßen, merkten wir, dass die Mücken und Sandmücken, die wir zuvor nur gemindert wahrgenommen hatten, immer mehr zu einer Plage wurden. Nach einer fast schlaflosen Nacht, welche den Mücken und Sandmücken geschuldet war, entschieden wir uns das Frühstück an einen Ort zu verlegen, wo uns nur wenige Mücken begegneten. Als sich die Mückenplage beim Frühstück nicht verringert hatte, entschieden wir uns nicht um den See zu wandern, sondern wählten alle gemeinsam eine neue Route. Diese führte uns über schöne Hügellandschaften und durch Moore, die wir auf einem Planken-Weg durchquerten. Während der Wanderung konnten wir einige Heidelbeeren und Pilze sammeln. Spät am Abend erreichten wir unseren Shelter, wo wir im Gästebuch einen Eintrag von den Hofheimern vorfanden. Kurz nachdem wir angekommen waren, entschieden wir uns im See, der direkt beim Shelter lag baden zu gehen. Nach einem so langen Wandertag tat diese Abkühlung wirklich gut. Wir hatten sogar die Chance von einem Felsvorsprung in den kühlen See zu springen, welche wir natürlich nicht ungenutzt ließen. Nach dem Abendessen legten wir uns früh schlafen, um den verlorenen Schlaf der vorherigen Nacht wieder nachholen zu können. Als wir am Morgen wach wurden war uns schon klar, dass die bevorstehende eine harte Wanderung werden würde, denn der Wind hatte in der Nacht den Regen genau in unsere Richtung getrieben, welcher uns dann den ganzen Tag zur Last fiel. Nach einer langen Wandertour erreichten wir, komplett durchnässt, die Autos und machten uns auf den Weg nach Arvika.

In Bosebyn, in der Nähe von Arvika, bezogen wir eine Hütte direkt am See. Von hier aus ließen wir unsere Reise ausklingen. Da zu dem Haus ebenfalls ein Boot gehörte, nutzen wir die Zeit oft zum Angeln und konnten einige Hechte fangen. Des Weiteren begaben wir uns, von dem Haus aus, zu einigen Touren, u.a. nach Norwegen. In Kongsvinger machten wir eine Tour durch die Altstadt und besichtigten die örtliche Festung. Am Haus selbst nutzen wir die Zeit um landestypische Spezialitäten, wie z.B. Köttbullar oder Fischsuppe zu kochen oder für ausgiebige Singerunden. Nach unserer Zeit am Haus machten wir uns mit den Autos und der Fähre wieder auf die Heimreise.

Hinter uns lag nun eine sehr gelungene Fahrt in Schweden, in dieser Zeit haben wir im Kanu und auch zu Fuß die Natur intensiv erlebt und genutzt. Außerdem konnten wir uns, ebenfalls durch einige Stadt-Besichtigungen, ein Bild von der schwedischen Kultur machen. Deshalb freuen wir uns auf ein Wiedersehen, Hej då Svergie!